Schungit aus Bayern?

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Schungit aus Bayern?

Beitragvon ebel » 1. April 2015 14:48

Nachdem ja Schungit ein gut erforschter und interessanter Heilstein ist, habe ich hier heute eine gute Nachricht!

Schungit aus Oberbayern?
Nein, ich will hier keinen Hype auslösen: Eine Konkurrenz zum Edelschungit aus Karelien wird das wohl nie. Aber es ist eine schöne Sache, die hoffentlich auch in eine der nächsten Ausgaben der Fachzeitschriften Lapis, GAIA oder psf veröffentlicht wird.
Um was geht es? Eine Studentengruppe an der TU München (Link zum Studiengang: https://portal.mytum.de/studium/studien ... n_bachelor) hat im Rahmen der (bislang noch nicht veröffentlichten) Bachelorarbeit die Pechkohle im alten Kohleabbaugebiet Peißenberg/ Peiting untersucht und bei den Flözen, die im Bereich der Ammer zu Tage treten erhebliche Mengen Algenkohle mit hohem Fullerengehalt C60 und C70 beschrieben. Dies erscheint für die Flöze der oberbayerischen Pechkohle einmalig und ist durchaus vergleichbar mit dem karelischen Schungit. Eine quantitative Erfassung gibt es aber noch nicht und eine wirtschaftliche Nutzung ist unwahrscheinlich. Leider ist für Hobbygeologen und „Heilsteinverwender“ der Zugang und der Abbau von bayerischem Schungit nicht möglich, da der einzige natürliche Aufschluss im Naturschutzgebiet Ammerschlucht liegt. Inwieweit über den Mittelschacht des Bergwerks Peißenberg das östliche Abbaugebiet noch begangen werden kann und ob von dort Shungit für den Heilsteinmarkt gefördert werden kann steht nicht in der Arbeit.
Schade eigentlich … ich würde schnell mal meinen Rucksack, Werkzeug und Stirnlampe einpacken und den „nicht öffentlichen“ Teil des Bergwerks besuchen. Vom Schaubergwerk aus kann man wohl nicht da hin … (Link zum Bergwerk: http://de.wikipedia.org/wiki/Bergwerk_Peißenberg )
Gruß
ebel
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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon Kolani » 1. April 2015 16:45

Ja das Bayernland war schon immer etwas besonderes.
Ebel nimm aber auch den Fotoaparat mit, wir wolen schließlich auch was von Deiner Expedition
zu sehen bekommen. :engel :engel

Freundliche Grüße zum 1. April
:heart lichst
Kolani

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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon ebel » 1. April 2015 17:11

Ach, liebe Kolani, schau doch mal genauer hin:
Die Geo-Studenten haben dort viel zu lernen und es gibt, außer im Schaubergwerk, viel zu sehen!
Nur das Interesse an den Fullerenen in der Pechkohle ist neu, zur Zeit des Abbaus (bis 1971?) hat das niemand interessiert.
Schau mal da:
http://www.lfu.bayern.de/geologie/geoto ... /index.htm
Gruß
ebel
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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon pyroamorph » 1. April 2015 17:59

ebel hat geschrieben: und es gibt, außer im Schaubergwerk, viel zu sehen!


:lachb
wer seine Grenzen nicht sieht wird sie nicht überwinden (können)

jeder braucht etwas mit dem er sich desinfizieren kann . . . . .

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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon ebel » 2. April 2015 17:31

Och ... schade ...
40 Zugriffe, aber nur zwei Beiträge, Schungit fasziniert wohl nicht mehr.
Klar, die Meldung über die Bachelorarbeit war ein Aprilscherz. Zumindest kenne ich keinen der Geologiestudenten, der sich mit den Fullerenanteil in der Pechkohle im Peitiger/ Peißenberger Kohlevorkommen befasst hat.
Wahr ist aber, dass es im Peißenberger Bergwerk ein Schaubergwerk gibt. Und dass es eine Zechenschänke neben dem Peitiger Bergwerk gibt, was aber heutzutage eine Eventhalle ist. Auch der Anschnitt der Kohleflöze ist als Geotop registriert und zugängig ist.
Auch wahr ist, dass die Pechkohle Oberbayerns von ihrer Entstehung her durchaus mit der Entstehung des Karelischen Schungits viele Ähnlichkeiten aufweist.
Traditionell ist der Pech, der sich aus dieser Kohle destillieren lässt, ein Arzneimittel bei Psoriasis was auf typische Fähigkeiten der Fullerene hinweist.
Die Wirkung des Schungits und der Unterschied zu normaler Steinkohle beruht ja auf dem Gehalt dieser besonderen Kohlenstoffform.
Daher wäre es nicht verwunderlich, wenn oberbayerische Pechkohle im Vergleich zu Karelischen Schungit eine ähnliche Wirkung hat.
Leider ist die Vermarktung von Schungit mehr von "esoterischen Geschichten" als von wissenschaftlicher Forschung geprägt und so erscheint es kaum durchführbar, die verschiedensten Kohleformen im Sinne der Heilsteinkunde zu analysieren und verwerten.
So bleibt mein Thread zur Pechkohle aus Oberbayern am Ende wohl nur das, was er am Anfang war: ein Aprilscherz.
Gruß
ebel
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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon Steinelfe » 18. Oktober 2015 18:47

Hm.....
Als Stadtkind kann ich mir unter Pechkohle nix vorstellen.
Wenn es jedoch wie shungit entsteht und ähnlich zusammengesetzt ist, kann man die Pepchkohle doch mal testen?
Shungit ist ja nicht so meins. Der Edelschungit sieht schon ganz hübsch aus weil er so schön glänzt aber ansonsten :nixweiss
Nur an so ein bayrisches Stück kommen wir ja eh nicht dran .....

Und davon mal abgesehen sind die Ebelitte doch auch viel schöner :grin
Liebe Grüße von der Steinelfe

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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon Thuja » 18. Oktober 2015 18:53

Liebe Elfe,

guck' mal auf's Datum der Verfassung des Postings... und dann ebels letzten Satz in seinem Posting vor Deinem:
So bleibt mein Thread zur Pechkohle aus Oberbayern am Ende wohl nur das, was er am Anfang war: ein Aprilscherz.


Grinsegrüße
Thuja
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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon Steinelfe » 18. Oktober 2015 18:56

Das hab ich schon gelesen, aber da stand doch auch:
"Auch wahr ist, dass die Pechkohle Oberbayerns von ihrer Entstehung her durchaus mit der Entstehung des Karelischen Schungits viele Ähnlichkeiten aufweist." :???

Na dann hab ich grad mal wieder nicht verstanden. :undecided
Liebe Grüße von der Steinelfe

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Re: Schungit aus Bayern?

Beitragvon ebel » 19. Oktober 2015 22:06

Gerade in der letzten Woche habe ich mich mit einer Patientin unterhalten, die aus der Nähe von Penzberg kam und vor vielen Jahren Büroangestellte in der Zeche war. Ihr Mann hat Untertage in der Kohle gearbeitet. Die alte Dame ist bis heute von der bayerischen Kohle begeistert, die ihr Leben mit geprägt hat.
Allerdings hat sie keine Beziehung zu Schungit aus Karelien, rheinischer Steinkohle, Braunkohle aus Sachsen oder anderen dieser Kohlearten.
Es gibt einen frei zugänglichen Ort in Bayern, wo ein Kohleflöz der Pechkohle an der Oberfläche erschlossen ist. Das ist aber die Flöze von Peissenberg, also fast schon im Allgäu (Siehe unten im Link). Daher habe ich nie diese Kohle, von der die alte Dame so begeistert war, in die Hand nehmen und mit Schungit vergleichen können.
Allerdings müsste man elektronenmikroskopisch untersuchen, ob tatsächlich Fullerene enthalten sind, die für die Wirkung von Schungit verantwortlich sind.
Liebe Steinelfe, vielleicht erforschen wir mal die bayerische Pechkohle! ... und nicht gerade am 1. April :grins
Liebe Grüße
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