Michael Gienger informiert im September 2011 Teil 2

Alles zur Steinheilkunde, was nicht in die anderen Hauptforums-Kategorien passt.

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Michael Gienger informiert im September 2011 Teil 2

Beitragvon Bärbel » 18. September 2011 07:18

6 _________ KRAFTORT-ERLEBNISREISE ÖSTERREICH-UNGARN-BURGENLAND

Usch Henze, die Autorin der beiden sehr empfehlenswerten Bücher
"Osning - Die Externsteine" und "Die Merowinger" (beide Neue Erde
Verlag) leitet neben ihrer Praxis für transpersonale Psychologie und
ihrer Arbeit zur bewusstseinsfördernden Erwachsenenbildung auch
spirituelle Seminar-Reisen an Kraftorte und Kultstätten im In- und
Ausland. Die nächste Reise im Frühjahr 2012 führt ins Grenzgebiet
zwischen Österreich und Ungarn. Gerne gebe ich hier ihre
Ausschreibung als Reisetipp weiter:

18. - 25. Mai 2012
Natur- und Kraftort-Erlebnisreise
ÖSTERREICH-UNGARN-BURGENLAND-NEUSIEDLER SEE
Eine Reise auf den Spuren der Kelten, Römer & Templer

Das Grenzgebiet zwischen Österreich und Ungarn und die Gegend um Wien
war ein weiträumiges Durchzugs- und Ansiedlungsgebiet vor allem der
Kelten, deren Kultur im 'Wiener Becken', im nahegelegenen Burgenland
bis hinüber in die ungarische Tiefebene eine seltene Blüte erlebte.
Von dieser alten keltischen Welt erzählen unzählige Sagen und
Überlieferungen, bis heute flüstert man, dass noch immer die
Zugangswege zur 'Anderswelt' zu finden seien.

Wir werden eine ganze Reihe mystischer Orte der Gegend aufsuchen, um
dort unberührte Natur zu genießen und mitten darin sehr alte, weithin
unbekannte Kraftorte kennenzulernen.

Unsere Reise beginnt in der nahe der österreichischen Grenze
gelegenen Stadt Sopron in Ungarn. Von dort aus führen unsere Wege zum
Naturparadies Neusiedler See, durch die 'Kleine Ungarische Puszta'
zum 'Drachen-Burgberg Sümeg'. Auch im nördl. Burgenland finden wir
alte Plätze, an denen Kelten, Germanen und Awaren, viel später auch
die Templer älterem mystischen Gedankengut nachgegangen sind; auf der
Burg Lockenhaus � einst ein Heiligtum der 'Dreifachen Muttergöttin' -
haben sie unverwischte Spuren und einen einzigartigen Kultraum
hinterlassen.

Programminhalte: Wir wollen an speziellen Kraftorten und in der Natur
Erholung suchen und 'auftanken' und erleben, was uns tief in unser
Inneres führt, in die Betrachtung unseres Lebens, zu den Fragen des
Seins, auf die wir Antwort haben wollen.

Weitere Infos: http://www.uschhenze.info/henze_ungarn-Burgenland.htm
Auskunft und Anmeldung: uschhenze@aol.com | http://www.uschhenze.info
Anmeldeschluß: Anfang Februar 2012


7 _________ ERFAHRUNGEN MIT ZEBRA ROCK

Vor etwa einem Monat erhielt ich von Gabriele Uhlig einen
interessanten Erfahrungsbericht über den westaustralischen "Zebra
Rock", über den steinheilkundlich noch wenig bekannt ist. Daher
möchte ich diesen Bericht gerne veröffentlichen, auch als Anregung
zum Feedback oder weiteren Erfahrungen mit diesem Stein.

Zebra Rock ist ein rotbraun-weiß gebändertes Tongestein aus der
Kimberley-Region in Westaustralien. Es erinnert mitunter an den
ebenfalls westaustralischen "Printstone", zeigt jedoch eine klarere,
ausgeprägte Bänderung, die sich bei rundgeschliffenen Steinen
manchmal wie eine Spirale um den Stein zieht oder das namensgebende
Zebramuster ergibt.

Wer gerne einmal ein schönes Exemplar sehen möchte, findet es hier:
http://www.hevol.info/Australien/2002-1.htm (durch Klicken auf das
Foto wird das Bild größer). Zwei tolle Fotos gibt's zudem hier:
http://blog.travelpod.com/travel-blog-e ... 1274615318
/tpod.html#pbrowser/auszeit2010/1/1274615318/filename=zebra-rock.jpg

Die Gesteinsformation des "Zebra Rocks" ist über 600 Millionen Jahre
alt, der Stein selbst wurde 1924 erstmals entdeckt. Seit dieser Zeit
wird er insbesondere in der Bildhauerei zu Skulpturen und anderen
Objekten verarbeitet. Er findet sich am oberen Ord River, zwanzig
Autominuten von Kununurra, das wiederum drei Flugstunden nördlich von
Perth liegt. Falls mal eben jemand dort vorbei kommt... ;-)

Doch hier nun der Erfahrungsbericht: "Mein Kollege hatte Probleme mit
seinen Augen. Zuerst sah er auf beiden Augen so komische schwarze
Punkte rumflitzen. Er ging zum Augenarzt, um dies untersuchen zu
lassen. Es wurde festgestellt, das er an beiden Augen eine
Netzhautablösung hatte, die operiert werden sollte. Das Problem war,
das die Ärzte nicht wussten, ob die Operation zur Genesung beiträgt
und wie die Verheilung läuft.

Knapp eine Woche nach der Operation hatte mein Kollege ein komisches
Gefühl an beiden Augen und die schwarzen Punkte waren immer noch da,
Druck auf den Augen und ein unruhiges Flattern. Nach kinesiologischer
Testung nahm er zwei Zebra-Rock-Heilsteine und legte sie täglich ein
Mal für ca. 10 Minuten auf jeweils ein Auge.

Als er von der darauf folgenden Nachuntersuchung zurückkam,
berichtete er, dass der Augenarzt verwundert war, da alles innerhalb
so kurzer Zeit verheilte, keine Narben vorhanden waren und es keine
Probleme gab. Die Steine wurden trotzdem noch weiter auf die Augen
aufgelegt und von Mal zu Mal verflüchtigten sich auch die schwarzen
Punkte, der Augendruck ließ nach und das Flattern löste sich auf. Der
Kollege selbst wurde dadurch sehr ruhig und hatte ein zufriedenes
Gefühl.

Was ihm sehr gut gefiel und auch sehr spürbar für ihn war: Als er die
Steine auflegte, spürte er genau wie die Steine und die Augen EINS
wurden - sich verbunden hatten."

Herzlichen Dank für diesen Bericht! - Und eine Frage in die "große
Runde": Gibt es weitere Erfahrungen mit Zebra Rock?


8 _________ DIE MACHT DER KLEINEN

Wie ich schon eingangs geschrieben habe, haben mich zwei Ansprachen
zu verschiedenen Anlässen in den vergangenen Wochen sehr bewegt. Die
erste ist bereits 19 Jahre alt, findet dank YouTube aber derzeit neue
Verbreitung. 1992 fand in Rio de Janeiro die UN-Konferenz für Umwelt
und Entwicklung statt, auf der die sog. "Agenda 21", ein
entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21.
Jahrhundert, beschlossen wurde (mehr dazu finden Sie hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_21). Auf dieser Konferenz kam für
knapp sieben Minuten ein zwölfjähriges Mädchen namens Seven Suzuki zu
Wort, das extra aus Kanada angereist war, um der Welt eine Botschaft
zu übermitteln, die leider heute immer noch so aktuell ist, wie
damals. Bitte nehmen Sie sich diese sieben Minuten Zeit, ehe sie
weiterlesen. Hier ist der YouTube Link zur Rede von Seven Suzuki:

http://www.youtube.com/watch?v=H1N7XcbmMT8

Dieses Video spricht für sich selbst. Es braucht keinen Kommentar.
Doch wie sieht es nun heute aus, 19 Jahre später? Leider keinen Deut
besser, wie eine zweite Rede vor Augen führt: Jean Ziegler, der
ehemalige UN-Sonderbotschafter für Ernährung, war eingeladen, die
Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele 2011 zu halten. Doch dann
wurde er wieder ausgeladen und die Eröffnungsrede hielt Joachim
Gauck. Warum wohl? Die Antwort darauf findet sich in der Rede selbst,
die inzwischen unter dem Titel "Der Aufstand des Gewissens"
veröffentlicht wurde und online beim ARD nachzulesen ist:

http://www.ard.de/kultur/musik/jeanzieg ... ssens/-/id
=8372/nid=8372/did=2007576/bi2qgx/index.html

Falls der Link zu lang ist und vom Mailprogramm umbrochen wird,
kopieren Sie beide Zeilen bitte komplett in Ihren Browser. Sie finden
den Link auch bei Google, wenn Sie "Jean Ziegler der Aufstand des
Gewissens" eingeben. Es gibt die Rede auch als kleines Büchlein für
2,50 € zu kaufen: Jean Ziegler, Der Aufstand des Gewissens, ecoWIN
Verlag, ISBN 978-3-7110-0016-3. Bitte lesen Sie auch diese Rede, ehe
Sie mit diesem Artikel fortfahren. Sie brauchen auch hierfür nur fünf
bis sieben Minuten. Die Rede gibt es auch als YouTube Video:

http://www.youtube.com/watch?v=74ppqi8vhlU

Beide Ansprachen haben mich unweigerlich zu denselben Gedanken
gedrängt: WAS KÖNNEN UND MÜSSEN WIR TUN, DAMIT DIESER WAHNSINN
ENDLICH AUFHÖRT? Jean Ziegler hofft auf eine Radikal-Opposition in
den westlichen Ländern. Diese Hoffnung teile ich nicht. Auch das
Spiel der radikalen Oppositionen und Revolutionen gehört zu den
"alten Machtspielen", die leider nie eine Verbesserung gebracht
haben. Die Geschichte zeigt, daß es weder dem russischen Volk, noch
dem chinesischen dank ihrer durchaus berechtigten Revolutionen besser
ging. Und ich fürchte, wir werden feststellen müssen, daß auch die
arabischen Völker nach ihren Umstürzen wieder verraten werden. Eine
dauerhafte Lösung entsteht nicht durch das Stürzen von Regierungen,
sondern durch eine Änderung des gesamten Systems. Und die ist
durchaus möglich und gar nicht so schwer, wie man uns glauben macht.

Als Beispiel möchte ich gerade das Thema "Ernährung" aufgreifen, das
Jean Ziegler zu seiner Rede veranlaßte. Die Weltlandwirtschaft könnte
problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung normal ernähren,
berichtet der World-Food-Report der FAO (Food and Agriculture
Organization of the United Nations, http://www.fao.org). Es gibt, wie
Jean Ziegler sagt, also keinen objektiven Mangel - ein Kind, das an
Hunger stirbt, wird ermordet!

Doch warum wird die Nahrung, die ja vorhanden ist, nicht besser
verteilt? Warum werden die Ressourcen landwirtschaftlich nutzbaren
Bodens in Afrika südlich der Sahara nur zu 3,8% genutzt? Warum wird
nicht mehr in Bewässerung investiert? Wer hat ein Interesse daran,
daß die Zustände so bleiben, wie sie sind? - Ganz einfach:
Diejenigen, die Milliarden damit verdienen! Auch Nahrungsmittel sind
längst Spekulationsobjekte geworden und die besten Profite werden
bekanntlich mit Mangelware erzielt. Je geringer das Angebot und je
höher die Nachfrage, desto mehr steigt der Preis! Das eherne Gesetz
des Marktes. Und daß das Angebot kleiner bleibt, als die Nachfrage,
da kann man ja noch etwas nachhelfen. Zitat Jean Ziegler: "Wegen des
Zusammenbruchs der Finanzmärkte sind die Hedgefonds und andere
Groß-Spekulanten auf die Agrarrohstoffbörsen (Chicago Commodity Stock
Exchange, u. a.) umgestiegen. Mit Termingeschäften, Futures, etc.
treiben sie die Grundnahrungsmittelpreise in astronomische Höhen."

Doch wie funktioniert so etwas eigentlich? Für und
"Normalverbraucher" erscheinen diese Spielchen immer etwas
unverständlich und undurchschaubar. Dabei sind sie ganz einfach.
Machen wir einmal einen kleinen Exkurs ins Spekulantentum am Beispiel
Getreide:

Früher gab es den Bauern, der das Getreide anbaute, den Müller, der
es zu Mehl verarbeitete und den Bäcker, der daraus Brot und Brötchen
schuf. Alles spielte sich regional ab, die Wege waren kurz, daher
konnte der Bauer sein Getreide selbst zur Mühle bringen, wo der
Bäcker wiederum das Mehl abholte. Daß die Müller dabei einen guten
Profit machten und viele Kinder ernähren konnten, läßt sich -
nebenbei bemerkt - noch heute an der Zahl der deutschen Nachnamen
ablesen. Dennoch war dieses System ein einfaches und stabiles System.
Lediglich die Natur brachte mit guten und schlechten Jahren
Unsicherheit hinein, die jedoch mit guter Planung und Lagerung
aufgefangen werden konnte. Ach ja, und da waren noch die "Hohen
Herren", die nichts dazu beitrugen, aber dennoch etwas von dem
Getreide für sich beanspruchten. Angeblich weil sie für den Schutz
des kleinen Mannes sorgten. Das nannte sich dann "Steuern", wenn es
legal war, oder "Schutzgelderpressung", wenn es illegal war. Beides
ist jedoch immer eine gewisse Belastung für das System.

Als die Städte wuchsen und die Äcker, Mühlen und Bäckereien sich
zunehmend in größerer Entfernung zueinander befanden, kamen die
Händler dazu, die bei den Bauern das Getreide aufkauften und den
Mühlen lieferten, und dort wiederum das Mehl kauften und zu den
Bäckereien brachten. Für diese Transportdienstleistung, die mit Mühe,
Kosten, Gefahren (Räuber) und Schutzgeldern (Steuern) verbunden war,
beanspruchten sie natürlich auch einen Teil des Profits. Daher war
das Brot in der Stadt teurer, als auf dem Land. Dennoch war es noch
immer ein einfaches und stabiles System. Und so blieb es auch bis vor
kurzem. Dann hat sich etwas geändert.

Erst vor wenigen Monaten hat mir ein befreundeter Landwirt das
erklärt: Früher ging er nach der Ernte zum Getreidehändler, der ihm -
je nachdem, ob es insgesamt eine gute oder schlechte Ernte war -
einen bestimmten Preis bot. Er konnte durchaus auch ein paar Tage
darüber nachdenken, ehe er das Getreide verkaufte. Geht er heute
jedoch zum Getreidehändler, ruft dieser zuerst seinen Börsenmakler
an, um sich nach dem Getreidepreis an der Börse zu erkundigen. Je
nachdem fällt dann das Angebot aus. Doch wenn er, der Landwirt, dann
ein paar Stunden darüber nachdenkt und zurück kommt, um das Geschäft
abzuschließen, dann wird zuerst wieder der Börsenmakler angerufen,
denn der Getreidepreis könnte sich längst verändert haben. Es haben
also weder der Bauer, noch der Händler, noch der Müller, noch der
Bäcker Einfluß auf den Getreidepreis. Den bestimmen allein die
Spekulanten an der Börse!

Doch wie geht das? Ganz einfach: Es braucht dafür nur jemanden mit
viel Geld (!), der viel Getreide auf einmal einkauft. Das Getreide
muß dafür nicht einmal aus seinem Lagerhaus bewegt werden. Es kauft
einfach jemand das Besitzrecht daran. Das nennt man dann eine "Aktie"
(= juristischer Anspruch auf den Besitz oder Gewinn einer Sache). Das
kann sogar schon vor der Ernte (!) erfolgen, dann kauft der
Betreffende eben die Option (= das Vorrecht) daran. Wie auch immer,
das solcherart aufgekaufte Getreide ist für den regulären Handel vom
Bauern zum Bäcker zunächst blockiert. Es liegt irgendwo herum, darf
aber nicht verarbeitet werden. Dadurch entsteht eine künstliche
Verknappung, ein Mangel. Der Preis steigt. Hat sich das Getreide dann
genügend verteuert, wird es doch verkauft (die Aktien und Optionen
werden "abgestoßen") und der betreffende Spekulant streicht den
Gewinn ein. So funktioniert das.

Spekulanten tragen also nichts sinnvolles, aber auch gar nichts, zur
gesamten Produktionskette vom Bauern bis zum Bäcker bei. Sie bieten
nicht einmal den angeblichen "Schutz", für den der Staat Steuern und
die Mafia Schutzgelder kassiert, im Gegenteil, ihre Spekulation macht
das ganze System sogar unsicher. Sie geben nichts und kassieren doch.
Daher sind sie, wie Jean Ziegler sagt, tatsächlich Halunken. Sie sind
die Schmarotzer, die für die gesamte weltweite Misere im Augenblick
verantwortlich sind. So, und damit könnten wir uns nun wunderbar über
die Spekulanten und ihre miesen Geschäfte aufregen, uns ereifern,
hätten endlich "die Schuldigen" gefunden - und würden doch nichts
ändern. Denn wir spielen dieses Spiel mit! Auf Seiten der
Spekulanten! WIR sind ihre heimlichen Auftraggeber! - Das glauben Sie
mir jetzt nicht? Dann möchte ich Sie bitten, noch etwas weiter zu
lesen:

Wenn Sie jetzt Ihr Sparbuch räumen und versuchen, das
Spekulanten-Spiel mitzuspielen, werden Sie feststellen, daß Sie mit
ihrem Ersparten keinen wesentlichen Einfluß auf den Getreidepreis
nehmen können. Wie ich oben schon geschrieben habe, braucht es dafür
jemanden mit VIEL GELD. Dafür reichen nicht einmal Millionen, dafür
braucht's Milliarden. Nur mit richtig viel Geld kann man durch
Aufkäufe tatsächlich eine nennenswerte Verknappung erzeugen und so
den Preis nach oben manipulieren. Die "kleinen" Anleger können nur
versuchen, in diesen Auf- und Abwärtsbewegungen mitzuschwimmen,
gemacht werden diese von den "Großen". Doch wer hat so viel Geld?
Jean Ziegler nennt sie die "Hedgefonds und Groß-Spekulanten". Was
Hedgefonds genau sind, finden Sie bei Wikipedia
(http://de.wikipedia.org/wiki/Hedgefonds), "Groß-Spekulanten" kann
man darüber hinaus auch mit Großbanken (Rothschild, Rockefeller etc.)
und Großkonzernen gleichsetzen. Das macht die Angelegenheit schon
etwas klarer.

Doch woher haben diese Fonds und Spekulanten das viele Geld? - Jetzt
wird's spannend: Von uns! Es ist tatsächlich UNSER GELD, das wir
ihnen geben, damit sie ihre miesen Spielchen spielen können. Das
glauben Sie mir immer noch nicht? Dann schauen Sie doch bitte einmal
in Ihr Portfolio: Haben Sie ein Sparbuch? Wenn ja, bei welcher Bank?
Haben Sie eine Renten- oder Lebensversicherung? Wenn ja, wo wird
dieses Geld angelegt? Ist es vielleicht sogar eine "fondsgebundene"
Versicherung, die in der Regel mehr Rendite verspricht? Haben Sie das
Wörtchen "fonds" wiedererkannt? Das bedeutet, daß Ihr Geld in genau
diese o.g. Hedgefonds fließt! Haben Sie vielleicht selbst Aktien,
Optionsscheine etc.? Wenn ja, woran sind Sie dann beteiligt? Welcher
von anderen erwirtschaftete Gewinn fließt per Dividende in Ihre
Tasche? Und so weiter und so fort... - Werde ich mit meinen Fragen
unangenehm? Ja, es ist leicht, auf die bösen Spekulanten zu
schimpfen, aber es ist hart, zu erkennen, wie und wo wir uns selbst
an diesen Spielchen beteiligen.

Denn dann stellt sich die Frage: WARUM tun wir das eigentlich? - Auch
hier ist die Antwort ganz einfach: Weil wir alle glauben, wir könnten
UNSER GELD FÜR UNS ARBEITEN LASSEN! Eine witzige Idee, denn sie ist
völlig irreal. Geld arbeitet nicht. Ich habe ein paar Münzen auf dem
Schreibtisch liegen, die haben sich seit Tagen nicht von der Stelle
gerührt. Wie kommt es dann, daß Geld auf dem Sparbuch oder in einem
Aktienfonds "mehr" wird? Wieso erhalten wir dann "Zinsen" dafür, daß
wir es auf der Bank deponieren? Ganz einfach, weil es dann gemeinsam
mit dem vielen, vielen Geld vieler, vieler anderer dafür verwendet
werden kann, durch Aufkäufe, zeitweiliges Blockieren und Erzeugen
künstlichen Mangels Preise in die Höhe zu treiben, sich also
hinterrücks an der Arbeit und dem Gewinn anderer zu bereichern. Geld
allein arbeitet nicht! Aber man kann es dazu verwenden,
Geschäftsvorgänge zu manipulieren und den Gewinn, den andere
erarbeitet haben, einzusteichen. Jeden Cent, den wir als Zinsen für
scheinbar "herumliegendes" Geld bekommen, hat eigentlich jemand
anderes erarbeitet! Dessen müssen wir uns klar sein, wenn wir unser
Geld "für uns arbeiten" lassen wollen.

Denn der Grundgedanke, den wir haben, wenn wir "unser Geld für uns
arbeiten lassen", ist der Grundgedanke aller Spekulation: ETWAS ZU
BEKOMMEN, OHNE ETWAS DAFÜR ZU TUN. - In anderen Zusammenhängen nennt
man das übrigens "kriminell". Lateinisch "crimen" bedeutet "Schuld".
Ein Krimineller, der etwas nimmt, ohne etwas dafür zu geben, steht
eigentlich in der Schuld des anderen...

Diese Gedanken sind wirklich nicht angenehm und waren es auch für
mich nicht. Aber ich bin der Ansicht, daß wir uns ihnen stellen
müssen, wenn wir wirklich nach einer echten Lösung streben. Denn
wollen wir es tatsächlich weiterhin dulden, daß alle fünf Sekunden
ein Kind verhungert? Daß also alle fünf Sekunden ein Kind ermordet
wird? Können wir das überhaupt noch dulden, wenn wir erkennen, daß
dieses Blut auch an unseren Fingern klebt - solange wir unser Geld
für das "Spiel der Spekulanten" zur Verfügung stellen?

Wenn wir uns diesen Tatsachen in aller Konsequenz stellen, bleibt
eigentlich nur der Schluß, daß wir unser Geld den Spekulanten
entziehen müssen. Diesmal hilft nicht einmal die Ausrede: "Mach ich's
nicht, machen's andere!", denn wenn wir unser Geld den
Spekulantenspielen entziehen und sinnvoll einsetzen, dann springt
kein anderer für uns in die Bresche und ersetzt den von uns
"entzogenen" Betrag. Wir haben zu 100% die Entscheidungsfreiheit, was
mit unserem Geld geschieht! Das ist DIE MACHT DER KLEINEN!

Nun, der Appell, den Spekulanten das Geld zu entziehen und es
stattdessen sinnvoll einzusetzen, ist nicht neu. Nur wird meistens
nicht gesagt, WIE das gemacht werden kann. Und dann bleibt dieser
Appell so wirkungslos wie Jean Zieglers Hoffnung auf eine
"Radikal-Opposition". Oder anders ausgedrückt: Es nützt nichts,
radikal dagegen zu sein, wenn wir gleichzeitig das "alte Spiel"
weiterfinanzieren. Schauen wir uns daher einmal an, wie wir
tatsächlich zu einer Verbesserung des Lebens beitragen können:

Dazu sollten wir zunächst einmal anschauen, wie Geld, das anderweitig
gerade nicht benötigt wird (das also auf unserem Sparbuch liegt oder
das wir für unsere Altersvorsorge oder spätere Anschaffungen zurück
legen wollen), sinnvoll eingesetzt werden kann. Und dafür müssen wir
kurz schauen, wie tatsächlich "echte Werte" entstehen:

Ein "echter Wert" ist immer verbunden mit einem guten Produkt oder
einer guten Leistung. "Gut" bedeutet hierbei, daß das Produkt oder
die Leistung von jemandem gewünscht und gebraucht wird und ihm
tatsächlich den gewünschten Nutzen bietet. Dann hat das Produkt oder
die Leistung für den Betreffenden einen Wert. Ein Gerät hat seinen
Wert, wenn es funktioniert (und das möglichst über längere Zeit),
eine Massage hat ihren Wert, wenn ich mich hinterher wohlfühle, ein
Buch hat seinen Wert, wenn es mir nützliche Informationen oder gute
Unterhaltung bietet etc. etc. - Geld ist hierbei nichts anderes als
ein Maßstab zur Bemessung des jeweiligen Werts, damit die
verschiedenen Produkte und Leistungen ausgetauscht werden können.
Geldbeträge sind also nur Zahlen, die erst in Verbindung mit einem
guten Produkt oder einer guten Leistung einen REALEN Wert bekommen
(so wie die Zahl "3" für sich allein gar nichts ist, "3 Äpfel"
dagegen sind eine reale Sache). Für sich allein ist Geld folglich
NICHTS. Für sich allein ist es nichts wert! Stellen Sie sich vor, Sie
sitzen mit einem Koffer voller Geld als Schiffbrüchiger auf einer
einsamen Insel. Sie können NICHTS damit anfangen. Geld allein ist
nichts wert! Erst wenn Sie ein Kreuzfahrtschiff rettet, können Sie
mit dem Geld wieder irgendetwas reales eintauschen - sofern die
Währung in ihrem Koffer dort akzeptiert ist. Haben Sie einen Koffer
voller nordkoreanischer Won dabei, könnten Sie Pech haben...

Geld ist also nur ein Tauschmittel (und nur gültig, wenn man es
akzeptiert, also an seine Tauschkraft glaubt), das nur in Verbindung
mit einem guten Produkt oder einer guten Leistung einen realen Wert
bekommt. Folglich ist Geld am sinnvollsten dort eingesetzt, wo es der
Schaffung guter Produkte und guter Leistungen dient. Nur dort bekommt
es einen realen Wert und nur dort dient es dazu, daß weitere
Wertschöpfung entsteht.

Wird Geld dazu eingesetzt, daß ein Landwirt gutes Saatgut kaufen kann
(also nicht dieses kranke, genmanipulierte Zeug, das
spritzmittelabhängige Kümmerlinge erzeugt), dann ist der Nutzen des
Saatguts der reale Wert, den das Geld bekommt. Wird dieses ausgesät
und eine reiche Ernte eingefahren, ist eine reale Wertschöpfung
entstanden.

Dasselbe gilt in der Industrie: Wird Geld dazu eingesetzt, eine
Maschine zu entwickeln, die gute Produkte herstellt, dann ist der
Nutzen dieser Maschine der reale Wert, den das Geld erhält. Und wenn
die hergestellten Produkte den Kunden der Firma wiederum einen echten
Nutzen bieten, dann ist dieser Nutzen die hier geschaffene
Wertschöpfung.

Aber wir sehen schon: Das Geld an sich macht gar nichts! Es
ermöglicht nur bestimmten Menschen, tätig zu werden (Saat aussäen,
Maschine entwickeln) und neue Werte zu schaffen (reiche Ernte, gute
Produkte). Geld ist also nur das "Schmiermittel" im
Produktionsprozeß, die Arbeit selbst muß nach wie vor von Mensch und
Natur getan werden, und es ist und bleibt NUR der Tätigkeit von
Mensch und Natur vorbehalten, gute Produkte und Leistungen und damit
eine reale Wertschöpfung zu schaffen!

Als "Schmiermittel" macht Geld jedoch Sinn. Bitte, ich rede hier
nicht vom Schmieren der Politiker oder anderweitiger Korruption
(obwohl man allen korrupten Leuten wirklich "eine schmieren"
sollte!), sondern davon, Geld einzusetzen, um dem Schaffen guter
Produkte und guter Leistungen zu nützen. Oder anders ausgedrückt: Es
sinnvoll (!) zu investieren, es also nutzbringend in einen
Produktionsprozeß einzubringen.

Denn das unterscheidet den wahren "Investor" von einem "Spekulanten":
Ein wahrer Investor gibt Geld dafür, daß etwas entwickelt oder
angeschafft wird oder daß Menschen bezahlt werden, die eine bestimmte
Arbeit tun, mit dem Ziel, daß daraus eine reale Wertschöpfung (gute
Produkte, gute Leistungen) entstehen. Aus dem entstehenden Gewinn
erhält er sein Geld zurück, und da sogar mehr Werte entstanden sind,
als eingesetzt wurden, ist auch eine Gewinnbeteiligung nur fair. Wenn
diese Gewinnbeteiligung nicht ALLEN Gewinn raubt oder sogar MEHR
abzieht, als überhaupt an neuen Werten geschaffen wurde, ist eine
solche Investition ein Vorgang, bei dem alle gewinnen: Der Investor
durch die Gewinnbeteiligung, die Firma dadurch, daß sie produzieren
und Gewinn erwirtschaften kann, die beteiligten Menschen durch den
Lohn für ihre Arbeit (sofern es ein fairer ist), die Kunden durch das
gute Produkt, das sie erhalten und letztendlich sogar das ganze
Gemeinwesen durch all die Steuern, Abgaben etc. (sofern diese
tatsächlich dem Gemeinwesen dienen und nicht in Kriege, Waffen etc.
gesteckt werden). Eine sinnvolle Investition von Geld kann also auf
allen Ebenen eine nützliche und hilfreiche Angelegenheit sein. Ein
Hoch daher auf alle, die sinnvoll investieren!

Spekulanten gehen ganz anders vor. Sie investieren nicht in sinnvolle
Produktion. Sie überlassen Anschaffungen, Entwicklungen, Arbeitslöhne
und unternehmerische Risiken anderen und stürzen sich dann auf die
bereits fertigen Produkte, ob das nun Nahrungsmittel oder
Industrieprodukte sind. Diese werden in Massen eingekauft (das macht
den Einkaufspreis billig), künstlich verknappt (das treibt den Preis
in die Höhe) und dann wieder abgestoßen. Und dabei schert es keinen
Deut, ob der Produzent dabei eingeht (aufgrund der anfangs gedrückten
Billigpreise), ob die beteiligten Arbeiter zu fairen Konditionen
arbeiten (oder aufgrund eben jener Billigpreise auch nur Billiglöhne
bekommen) oder ob es am Ende Kunden gibt, die sich das künstlich
verteuerte Produkt gar nicht mehr leisten können, so wie sich jetzt
z.B. viele Entwicklungsländer keine Nahrungsmittel mehr leisten
können, um auf unser Eingangsthema zurückzukommen. Spekulanten ist
all das auf gut Deutsch scheißegal! (Bitte verzeihen Sie mir meine
Wortwahl, doch es gibt keinen Begriff, der diese menschenverachtende
Haltung in ihrer Niederträchtigkeit wirklich treffend bezeichnet.)
Wie schon eingangs dargestellt, tragen Spekulanten NICHTS SINNVOLLES
zum Produktionsprozeß bei! Sie nutzen lediglich die Macht des Geldes
(die wir ihnen überlassen!), um sich auf die Produkte zu stürzen,
künstlich die Preise in die Höhe zu treiben und sich so schmarotzend
am Gewinn, d.h. der Wertschöpfung anderer zu laben. Und wenn wir
ihnen dafür Geld geben, schmarotzen wir mit!

Worauf sollten wir also achten? Wenn wir unser Geld anlegen oder
investieren wollen, sollten wir folglich darauf achten, daß es nicht
zu Spekulationszwecken verwendet wird. Also Finger weg von diesen
Hedgefonds und allen "Bankprodukten", die indirekt solche Fonds
bedienen (fondsgebundene Versicherungen etc.). Stattdessen ist es
besser, Geld dort anzulegen, wo es sinnvoller Wertschöpfung dient,
also der Schaffung guter Produkte und guter Leistungen nützt. Die
GLS-Bank, die gezielt nur ethische, soziale und ökologische Projekte
unterstützt, faßt dies in ihrer Werbung (siehe: http://www.gls.de)
auf witzige Weise zusammen:

* Was macht Ihr Geld auf einem Bio-Bauernhof? - Sinn.
* Was macht Ihr Geld in einem Kindergarten? - Sinn.

Ich denke, ich brauche nicht extra hervorzuheben, wohin ich meine
Bankkonten transferriert habe. Das Motto der GLS-Bank "Geld ist für
die Menschen da!" spricht mir aus dem Herzen und ich verfolge die
Geschäfte dieser anthroposophischen Genossenschaftsbank nun schon
seit Jahren: Sie tun tatsächlich, was sie sagen! Jeder Genosse, d.h.
Anteilsinhaber (mit einem kleinen Beitrag ist man dabei) erhält einen
regelmäßigen Bericht, in dem u.a. aufgelistet wird, wohin welche
Beträge vergeben wurden. Eine Bank mit völliger Transparenz also, die
nachweislich und nachvollziehbar nur sinnvolle und ethische Projekte
und Produkte unterstützt. Es geht auch anders!

Doch es muß nicht gleich die GLS-Bank sein. Sinnvolle Produkte gibt
es auch bei der Umweltbank (http://www.umweltbank.de) oder anderen
Banken. Daß z.B. die Volks- und Raiffeisenbanken (ebenfalls
Genossenschaftsbanken!) zumindest etwas anders wirtschaften, als die
Großbanken, hat die jüngste Bankenkrise offenbart. Während die
Großbanken (allesamt AGs und damit in Händen der Fonds und noch
größerer Banken wie Rothschild und Rockefeller) schön die Hand
aufhielten und sich das verzockte Geld vom Steuerzahler erstatten
ließen, war das bei den Volks- und Raiffeisenbanken nicht der Fall.
Sie hatten gut gewirtschaftet und benötigten keinen Cent. Und warum?
Weil sie mit ihrem Geld die lokalen mittelständischen Betriebe
unterstützten, die sich überwiegend um gute Produkte bemühen, sowie
die Häuslesbauer mit ihrem Eigenheim, was auch ein durchaus gutes
Produkt ist. Sprich: Sie investierten (im obigen Sinne), statt zu
spekulieren.

Diese Geschäftsphilosophie geht übrigens auf Friedrich Wilhelm
Raiffeisen (1818 - 1888) zurück, einem der Gründer der
genossenschaftlichen Bewegung in Deutschland und Namensgeber der
Raiffeisenorganisation (siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_ ... Raiffeisen). Dessen
Idee war, daß die Menschen einer Region sich zusammentun und
gemeinsam ihre eigene Bank gründen sollten. Der Einzugsbereich jeder
dieser Banken sollte "nicht größer als ein Kirchspiel" sein, also den
Radius nicht überschreiten, in dem die Menschen damals sonntags zur
Kirche zusammenkamen. Damit würde der Kreis überschaubar bleiben und
die Genossen der Bank könnten selbst darüber entscheiden, was mit
ihrem Geld gemacht wird. Eine wirklich gute Idee von fast schon
prophetischer Voraussicht! Zwar sind die Volks- und Raiffeisenbanken
durch Fusionen heute meist deutlich größer als ein "Kirchspiel", doch
die Grundidee Raiffeisens beeinflußt noch immer die Geschäfte. Eine
einzelne Bank, die tatsächlich zu 100% im Sinne Raiffeisens arbeitet,
ist übrigens die Raiffeisenbank Gammesfeld in der Hohenlohe (siehe:
http://www.taz.de/!32169/). Sie wurde 2002 bekannt durch den Film
"Schotter wie Heu" (http://www.schotterwieheu.de).

Damit möchte ich nur Beispiele aufzeigen und weder für die GLS-Bank,
die Umweltbank oder die Volks- und Raiffeisenbanken Werbung machen.
Denn gerade letztere bieten Anlegern auch Fonds-Wertpapiere oder
fondsgebundene Versicherungen. - Es bleibt also in unserer
Verantwortung, im Einzelfall genau hinzuschauen, was mit unserem Geld
geschieht und welches "Spiel" wir damit unterstützen. Sinnvolle
Investition ja - wilde Spekulation nein! Die höchste Rendite gibt es
meist bei der Spekulation, doch davon sollten wir Abstand nehmen,
wenn wir nicht Schaden verursachen und uns an der Ermordung
hungernder Kinder beteiligen wollen. Und das wirft uns zurück auf uns
selbst, auf unsere eigene Gier, die es uns schwer macht, unser Geld
nicht in dieser Weise "für uns arbeiten zu lassen"...

Doch wir sollten uns im Klaren sein, daß WIR es in Händen haben,
welches Spiel in dieser Welt gespielt wird! Wir haben DIE MACHT DER
KLEINEN und können die Geschicke ändern. Nicht durch eine
Radikal-Opposition ("dagegen sein" ändert gar nichts), sondern durch
eine Änderung unserer Einstellung (Bescheidenheit, Mitgefühl und der
Wunsch, Sinnvolles beizutragen - statt Gier und das Bestreben, etwas
zu erhalten ohne etwas dafür zu tun) und unseres Handelns. Entziehen
wir unser Geld konsequent den Spekulanten (dann hängen wir auch nicht
drin, wenn Ihre Banken zusammenfallen) und geben wir es dorthin, wo
sinnvoll investiert wird, wo es weltweiter Ernährung und Gesundheit,
guten Lebensbedingungen, Bildung, Fair Trade, Menschenrechten,
Tierschutz, Umweltschutz, erneuerbaren Energien, besserer
Lebensqualität und weiteren Impulsen einer positiven Wertschöpfung
dient. Dann tragen wir mit unserem Geld und unserer Macht zu einer
tatsächlichen Verbesserung des Lebens bei! Wir können es und wir sind
es allen hungernden Kindern dieser Welt schuldig. Laßt es uns einfach
tun. Vielen Dank!


9 _________ MIKROKREDITE UND GUTE BANKEN (2 VORTRÄGE)

In der GLS-Bank in Stuttgart finden in den nächsten Wochen
passenderweise zwei Vorträge statt, die wunderbar zu meinem obigen
Artikel passen. Das war nicht geplant, sondern hat sich mal wieder
"so ergeben", das altbekannte Phänomen der Synchronizität:

27.09.2011, 18.30 Uhr
MIKROFINANZ IN INDIEN: FLUCH ODER SEGEN?
Experten aus Indien im Gespräch

Der Mikrofinanzsektor ist in den letzten Jahren stark gewachsen.
Besonders rasant hat er sich in Indien entwickelt, wo Medien in
jüngster Zeit von fragwürdigen Geschäftspraktiken einzelner
Mikrofinanzinstitutionen und sogar von Selbstmorden überschuldeter
Mikrokreditnehmerinnen berichteten. In der Veranstaltung "Mikrokredit
in Indien: Fluch oder Segen?" haben Praktiker aus der indischen
Mikrofinanzbranche das Wort. Sie werden von ihrer Arbeit vor Ort
berichten und ihre Sicht auf die positiven wie negativen
Entwicklungen eingehen.

Als Referenten begrüßen wir:
Lovely Mukherjee, Oikocredit Regionalmanagerin für Ostindien
Mohammad Amin, Geschäftsführer der Mikrofinanzinstitution Adhikar

Termin: Dienstag, 27.9.2011, 18.30 Uhr
Ort: GLS Bank, Eugensplatz 5, 70184 Stuttgart

Zur Unterstützung der Vorbereitung wird um Anmeldung gebeten unter:
www.oikocredit.org/de/anmeldung
Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://gls.li/soiko

Für Rückfragen:
Tel. 06131 329 32 22 und deutschland@oikocredit.org oder
Tel. 0711 23895 0 und stuttgart-aktuell@gls.de

*****

05.10.2011, 19.00 Uhr
GOOD BANK - DAS MODELL DER GLS BANKEN
Buchvorstellung

Dieser Abend könnte zu meinem obigen Artikel nicht passender sein.
Die GLS-Bank Stuttgart lädt zur Vorstellung des soeben erschienenen
Buchs "Good Bank" von Caspar Dohmen mit anschließender Diskussion.

Der Autor des Buches, die Verlagsleiterin Undine Löhfelm
(orange-press Freiburg) und der Leiter der GLS Filiale Stuttgart,
Wilfried Münch, diskutieren im Anschluß an die Vorstellung des Buches
die Frage nach der Möglichkeit einer gesamtgesellschaftlichen
Integration des alternativen Bankgeschäfts. Moderieren wird den Abend
Muhterem Aras, Landtagsabgeordnete der Grünen in Stuttgart.

Termin: Mittwoch, 05.10.2011, 19.00 Uhr
Ort: GLS Bank, Eugensplatz 5, 70184 Stuttgart

Die ausführliche Einladung finden Sie zum Download unter
http://gls.li/sgoodbank

Anmeldungen bitte per eMail an: stuttgart-aktuell@gls.de


10 ________ LITERATUR-TIPPS ZUM THEMA "ETHIK UND ERFOLG"

Eines der größten Mißverständnisse ist der Glaube, daß nur Egoismus
und Rücksichtslosigkeit zu Reichtum und Erfolg führen. Dem ist nicht
so. Zwar sehen wir täglich, wie Rücksichtslosigkeit manchen Menschen
viel Geld beschert, doch bleiben diese innerlich so einsam und arm
wie Dagobert Duck. Ein ganz anderer Reichtum, der sich durchaus auch
in klingender Münze auszahlen kann, entsteht durch Großzügigkeit,
Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit. Hier kommen außerdem Reichtum und
Glück zusammen, da es die innere Fülle ist, die den äußeren Segen
beschert.

In den letzten Jahren sind viele "Wunscherfüllungs-Bücher"
erschienen, die auf ähnliches hingewiesen haben, aber mitunter einen
gravierenden Fehler hatten: Manche dieser Bücher (nicht alle!)
suggerierten, daß nur der Wunsch allein zum Erfolg führen würde.
Kräftig gewünscht, beim Universum bestellt oder vielleicht sogar
magisch herbeigezaubert sollte sich alles fügen. Schön wär's - aber
es klappt nicht! Zwischen Wollen und Verwirklichen liegt nämlich das
Tun: Es sind unsere Taten, die Wünsche Wirklichkeit werden lassen.
Oder wie es die (sehr erfolgreiche!) schwäbische Weisheit schon immer
wußte: Von nix kommt nix...

Zwei Bücher möchte ich daher an dieser Stelle vorstellen, die beide
aufzeigen, wie der Weg zu einem ehrlichen und ethischen Erfolg
tatsächlich funktioniert. Beiden konnte ich selbst wichtige Impulse
für meine Arbeit entnehmen - und aus eigener Erfahrung kann ich daher
sagen: So funktioniert's!

*****

EWALD EISEN, GLÜCKSCODE SAAT UND ERNTE
Ewald Eisen ist der Gründer der Firma VitaJuwel
(http://www.vitajuwel.com), die sich in den letzten Jahren nicht nur
durch eine rasante Erfolgsgeschichte ausweist, sondern von einer
warmherzigen Atmosphäre beseelt ist, die sich sowohl unter den
Mitarbeitern, als auch gegenüber den Kunden bemerkbar macht. Quelle
dessen ist die Philosophie des Firmengründers, dessen Leitspruch
lautet: "Achte auf Deine Saat, die Ernte wird stets reicher sein!"

Diese Saat, deren Früchte wir täglich ernten, besteht eben nicht nur
aus den Wünschen, die wir ins Universum senden, sondern aus jenen
Gedanken, Worten und Taten, die wir all-täglich und unablässig
äußern. In seinem Buch macht Ewald Eisen daher deutlich, was es
bedeutet, "auf diese eigene Saat zu achten" und wie wir bewußt
Freude, Zuversicht, Fülle und Reichtum für uns und andere säen können!

Durch Naturbeobachtung erkannte Ewald Eisen, daß Fülle das
Grundprinzip der Natur ist. Die Natur nährt jeden Keim, ungeachtet
seines Inhalts und vermehrt das, was gesät wurde. Nach diesem Vorbild
entwirft der Autor daher sinnvolle Schritte von der geistigen und
physischen Saat, d.h. unseren inneren Einstellungen und den daraus
resultierenden Handlungen, hin zur reichhaltigen Ernte auf allen
Ebenen. Er läßt dabei keinen notwendigen Schritt aus - und daher
funktioniert auch, was in "Glückscode Saat und Ernte" beschrieben
ist. Ich kann nur sagen: Probieren Sie es aus!

Einen Punkt handhabe ich allerdings etwas anders als der Autor: Dem
Buch liegt eine Karte bei, die man/frau bei sich tragen kann, auf die
durch radionische Wellen 77 Affirmationen zu Wohlstand, Frieden und
Liebe übertragen werden. Diese Karte soll die Änderungen unserer
Einstellungen und Gewohnheiten hin zu einer glückbringenden neuen
"Saat" unterstützen. Steinheilkundlich gesprochen funktioniert die
Karte also wie ein Dioptas in der Hosentasche (Dioptas ist der Stein
für Reichtum, Glück und Fülle). Ich würde mich nicht mit der
Heilkraft von Steinen beschäftigen, wenn ich nicht wüßte, daß solche
Hilfsmittel funktionieren. Doch hinsichtlich der Wandlung des eigenen
Armutswahns zu einer inneren Einstellung der Fülle, war's mir ein
Anliegen, auszuprobieren, ob nicht die Erkenntnisse des Buchs allein
genügen, um bessere Resultate zu erzielen. Und siehe da, so ist es...

Ewald Eisen, Glückscode Saat und Ernte, saatundernte.eu
Da vom Erlös jedes Buchs 3,- € in einen Hilfsfond fließen, gibt es
das Buch nur unter http://www.saatundernte.eu
Weitere Infos: http://www.saatundernte.eu/index.php/information

*****

GESHE MICHAEL ROACH, DER DIAMAMTSCHNEIDER
Dieses Buch wurde 2003 zunächst im Theseus Verlag unter dem Titel
"Die Weisheit des Diamanten" veröffentlicht und erschien unter
demselben Titel 2005 bei DTV als Taschenbuch. Nachdem es einige Zeit
vergriffen war, ist es jetzt unter dem neuen o.g. Titel in der
Edition Blumenau in Hamburg neu aufgelegt worden.

Ich habe dieses Buch in meinem Newsletter Nr. 24 vom 24.01.2008 im
Artikel "Leid und Glück im Leben" schon einmal vorgestellt, möchte
dies aber im Zusammenhang mit der Neuausgabe und den obigen Themen
noch einmal tun. Auch Geshe Michael Roach beschreibt im Grunde den
o.g. Weg von der (geistigen) Saat zur Ernte, zeigt dabei aber auch
auf, welche Schwierigkeiten und Probleme auftreten und wie wir diese
lösen können. Mit geradezu chirurgischer Präzision zeigt er, wie
harmlos erscheinende negative Geisteshaltungen unsere Erfolge
unterminieren und worauf wir zu achten haben, um uns selbst
gewissermaßen "neu zu justieren".

Damit zeigt er in seinem Buch, wie wir den Bewußtseinswandel vom
Mangel zur Fülle Schritt für Schritt vollziehen können - und daß ein
solcher Wandel tatsächlich auch sofort erfahrbar zu Erfüllung, Glück
und Erfolg im Leben führt. Das Buch geht wesentlich tiefer als viele
Werke über "positives Denken" o.ä. Es zeigt ganz exakt den
Mechanismus, wie wir durch unser Bewußtsein die Welt erschaffen, und
wie feinste Veränderungen unseres Bewußtseins unsere Welt zügig und
tiefgreifend verändern. Und das Beste: Es funktioniert! Gründlich und
nachhaltig.

Michael Roach war buddhistischer Mönch, bevor er von seinem Abt
ausgeschickt wurde, die ethischen und geistigen Prinzipien des
Buddhismus in der Geschäftswelt zu erproben. Und er nahm daraufhin
gleich die "härteste Nuß" schlechthin aufs Korn: den Diamanthandel.
Von daher ist das Buch nicht nur überaus lehrreich, sondern auch
spannend und für Freunde der Edelsteine und Steinheilkunde ein ganz
besonderer Genuß.

Michael Roach, Der Diamantschneider, Edition Blumenau, Hamburg 2011,
ISBN 978-3-9813888-2-4, € 19,00 (D)


11 ________ DIE EHEC-LÜGE

Zuletzt noch eine weitere Randbemerkung zum Thema "Ernährung" sowie
ein Filmtipp dazu: In den USA ist längst bekannt, daß Erkrankungen
wie EHEC, die mit blutigen Durchfällen und Nierenversagen tödlich
enden können, von verunreinigtem Fleisch stammen. Werden Rinder nicht
mit Gras und Heu ernährt, wie es ihrer Natur entspricht, sondern mit
Mais, um sie schneller zu mästen, entwickeln sie eine kranke
Darmflora. Dabei mutieren harmlose Coli-Bakterien zu gefährlichen
Krankheitserregern. Da es sich bei der Massentierhaltung, in der die
Tiere im eigenen Mist stehen, und der anschließenden industriellen
Schlachtung kaum vermeiden läßt, daß Fleisch und Mist in Berührung
kommen, wird das Fleisch häufig infiziert. Obwohl das Fleisch in
Chlorwasser gelegt wird, kommt es daher in den USA regelmäßig zu
EHEC-ähnlichen Erkrankungen mit Todesfällen und immer wieder müssen
Tausende von Tonnen Fleisch zurückgerufen werden. Mahlzeit!

Und uns will man weismachen, daß Gurken aus Spanien oder Sprossen von
einem Bio-Hof für die EHEC-Erkrankungen verantwortlich seien...

Wenn Sie wissen wollen, woher der Mist tatsächlich stammt, kann ich
Ihnen den Film "Food, Inc. - Was essen wir wirklich?" empfehlen, der
am 13. Februar 2011 auf 3sat gesendet wurde. Infos dazu gibt es hier:
http://www.3sat.de/page/?source=/ard/se ... index.html

Bis Juli 2011 war der Film im Internet auch auf YouTube und anderen
Seiten zu sehen. Inzwischen ist er auf vielen Seiten verschwunden,
selbst auf YouTube gibt's nur noch einen Trailer dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=QqQVll-MP3I

Hier gibt es noch eine Version, allerdings in schlechter Qualität:
http://www.videogold.de/food-inc-was-es ... mentation-
wdr/

Da der Film im Original wirklich hervorragende Bilder zeigt, lohnt es
sich, ihn als DVD anzuschaffen, zumal wir Filmemacher und Firmen, die
solche Filme produzieren, auch unterstützen sollten!

Robert Kenner, Food Inc. - Was essen wir wirklich?, DVD 90 min,
Sunfilm Entertainment, EAN 4041658224505, http://www.sunfilm.de


12 ________ WICHTIGER HINWEIS

Die obigen Angaben zur Wirkung von Steinen sind zur allgemeinen
Information gedacht und ersetzen bei Beschwerden nicht den
fachkundigen Rat! Bitte suchen Sie daher bei Erkrankungen ÄrztInnen
oder HeilpraktikerInnen Ihres Vertrauens auf. Trotz sorgfältiger
Auswertung vorliegender Berichte kann ich sonst keine Garantie für
die Wirksamkeit oder Unbedenklichkeit der Anwendungen übernehmen.


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< ende der infos. danke fürs lesen. >
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