Beim Blick auf die wilden brauen Fluten im Fluß erinnerte ich mich wieder an eine alte Geschichte (die ich sicherlich schon öfters erzählt habe).
Vor vielen Jahren war ich mal mit den Kindern zum Steine suchen an der Saalach. Das bringt immer wieder Überraschungen, zumal Kinder mit anderen Augen die Steine betrachten. Da sind mal Formen wichtiger als Farben, mal die Situation des Findens bedeutsamer als der Fund selbst oder beobachtete Tiere, Pflanzen oder Phänomene erlangen volle Aufmerksamkeit.
Aber da fand ein Kind einen Eklogit. Diese sind in der Saalach sehr viel seltener als in Traun, Tiroler Achen oder Inn. Das Kind war sehr stolz, einen "Leopardenstein" gefunden zu haben. "Ich will auch einen Leopardenstein!" meinte ein anderes Kind. So sehr wir aber auch suchten, wir fanden zwar Granatamphibolit und andere schöne getupfte Steine, aber keine Eklogite.
Mit dem Granatamphibolit war das Kind nicht zufrieden und freundete sich zu Hause aber mit einem Rhyolith (Leopardenfell-Jaspis) an.
Ich weiß nicht, ob die Kinder ihre Steine noch haben und ob sie in deren Leben eine Bedeutung ("Wirkung") erlangten, mir ist das Erlebnis in Erinnerung geblieben.
Als ich in diesem Sommer einen schönen, Hand füllenden Eklogiten fand (Bild), erinnerte ich mich wieder an die Geschichte und kramte ein paar Rhyolite aus der Kiste.
Ok, was will ich damit?
Gut, sie passen zur Zeit, sind sie doch mit den Tierkreiszeichen Jungfrau und Waage assoziiert. Schöne herbstliche Farben haben sie auch und schließen damit an die Farben des Eklogiten an, ohne ihm wirklich ähnlich zu sein.
Ich erlebe den Rhyolith nun als entspannend bei verspannter Muskulatur mit Gelenkschmerzen und auch angenehm für das innere Gleichgewicht und damit als einen feinen Alltagsbegleiter.
Dazu weckt er immer wieder die Erinnerung an "Ich will auch einen Leopardenstein", ohne je zu erfahren, warum für das Kind in dem Moment dieser Stein so bedeutsam war.


Gruß
ebel




