Und da gibt es einige Gesteine, die eine Faszination bei mir auslösen und die ich mehr kennen lernen will. Und so ein Gestein ist der Allalin-Metagabbro. Ja, ich weiß, da gibt es sehr verschiedene Steine und Geologen haben gut 40 Minerale in diesem Gestein bestimmt. Das macht es schwer, den Stein von Seite der Heilsteinkunde zu erfassen und beschreiben.
Im Mineralienatlas steht: „Die Zusammensetzung des Allalin (Meta-)Gabbros kann sehr uneinheitlich sein. Die grünen Minerale können Omphacit und/oder Aktinolith (in der Varietät Smaragdit) sein. Z.T. ist auch noch (magmatischer) Olivin und Augit erhalten geblieben. Die weißen Anteile bestehen aus Jadeit, Zoisit und Albit, manchmal ist auch Quarz dabei. Zudem können pyropreicher Granat und Talk enthalten sein.“
Ich beziehe mich hier auf das Gestein, das manchmal im Handel auch als „Smaragdit“ vorkommt, obwohl es rein gar nichts mit der Beryll-Varietät Smaragd zu tun hat, bis auf die Farbe.

Weiß und Grün
Wenn ich von den Farben und Chakren ausgehe, finde ich einen Bezug zum Herzen (grün) und Geist/ Verstand (weiß).
Achte ich auf die Entstehung, steht der metamorphe Prozess (HT/HP; Eklogitfaszies) im Vordergrund. Die Metamorphose wandelt um, etwas altes stirbt und etwas neues wird geboren. Sie bedeutet auch Abschluss, Ende und Neubeginn und wird bei Umwälzungen oder Krisen ein Thema.
Die Kristallstrukturen stehen, anders als bei Einzelmineralien, wie bei vielen Gesteinen „hinten an“, hier ist keine Richtung herauszuspüren.
Ebenso sind die chemischen Elemente im Gestein sehr vielfältig und treten in sehr vielen Mineralen auf, so dass auch hier keine spezielle Charakteristik abzuleiten ist. Gabbro, also auch Meta-Gabbro, gehört ja mit Granit und Basalt zu den Hauptbausteinen der Erdkruste.
Also stehen die Intuition, Erfahrung und Empfindung bei der Einschätzung des Allalin-Metagabbros in der Heilsteinkunde vornan.

Um mich dem Stein anzunähern, den ich unbedingt mal vor Ort in der Schweiz finden möchte, habe ich ein Stück aus meiner Sammlung zum Handschmeichler (knapp „Schlafsteingröße“) geschliffen und poliert. Nun ist er ein Hosentaschenstein.
Der grüne „Smaragdit“ (Omphacit) hat eine schöne, herzliche Wärme und Ausstrahlung. Herzlich im Sinne von Selbstvertrauen, Zuversicht und „Innere Stimme“. Ich meine, auch eine Aktivierung der Nieren zu Verspüren, aber das habe ich nicht medizinisch-physiologisch gecheckt. Das müsste ich gezielt austesten.
Die weißen Anteile meines Steins sind wohl eher Albit. Ein klares Weiß, öffnend für das Kronenchakra. Klarheit und strukturierter Geist, anders als bei Quarz. Hier entstand der Titel – Herz und Verstand.
Anders als bei Eklogit ist kein Granat in meinem Stein. Eisen als Magnetit ist in mit der Lupe sichtbaren Körner in den schwarzen Anteilen zu erkennen, ein Teil ist „rostig“ zu Limonit umgewandelt. Die schwarzen „Schlieren“ sind so was wie Glimmer? Ich habe sie nicht untersucht. Ich empfinde diese Anteile aber als aktivierende Verbindung zum Erdsternchakra. Also etwas (nicht zu viel!) „Antrieb“ mit gleichzeitiger Erdung.
Es hat mir viel Freude bereitet, den Stein zu schleifen und ihn bei mir zu tragen. Und ich verstehe sehr gut, dass die Schweizer behaupten, es sei das schönste Gestein ihres Landes.
PS: Liebe Little Rock, danke für deine Vorstellung deiner Allalin-Metagabbros. Das war der Auslöser, die Motivation für mich, mich so intensiv mit dem Stein zu beschäftigen!
Gruß
ebel


