Brekzie

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ebel
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Brekzie

Beitrag von ebel »

Wenn ich mich mit den Kieselsteinen von den Alpenflüssen beschäftige, begegnen mir unweigerlich unterschiedliche Brekzien.
In der Heilsteinliteratur finde ich bevorzugt Brekzienjaspis und das war's. Gut. Septarie hat auch was von Brekzie und Selbstheiler-Bergkristall war auch mal gebrochen und ist wieder zusammen.
Brekzien sind gebrochene Gesteine, bei denen die Bruchspalten mit neuen, anderen Mineralien gefüllt sind. Die Herkunft dieses "Kitts" kann unterschiedlich sein. Zumeist ist es Schlammkalk, Calcit, Eisenrahm/ Limonit, Hämatit, Chalcedon, Quarz, Epidot oder auch andere Mineralien.
Da beginnt meine Frage.
Wie ist die Zusammensetzung der Brekzie in der Heilsteinkunde zu bewerten?
Wie gehe ich mit der Charakteristik der Brekzie in Meditation oder Mandala um?

Bild
Bunte Kalkbrekzie (Dachsteinkalk, Tennengebierge) mit poliertem Anschnitt
Bild

Hier besteht der Kitt aus Schlammkalk mit Kohlenstoff (dunkel), teilweise zu Calcit auskristallisiert (links). Ein zweiter Kitt ist hämatithaltiger Schlammkalk (rot) ...

Bitte schreibt eure Gedanken zur Brekzie einfach mal hier auf. Was bedeutet es, dass das Gestein gebrochen ist? Was bedeutet der Heiler (Kitt)? Was bedeutet die Wechselwirkung der unterschiedlichen Mineralien? Wie wirkt die neue, andere Musterung/ Optik? ...

Ich bin gespannt, was euch dazu einfällt!
Gruß
ebel
„Mensch sein heißt, den Menschen sein zu lassen als das, was er ist in seinem Anderssein“ (frei nach Alfred Grosser *1925,+2024)
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Thuja
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Re: Brekzie

Beitrag von Thuja »

Hier mal so meine Gedanken dazu, lieber Ebel:

Bruch = starke Verletzung, Wunde, Schmerz, eine Form ist kaputt, harte Kanten/Spalten, Unruhe
Kitt = es kommt etwas von außen, das heilende Kräfte hat, die kaputten Stellen wieder verbindet, aber auch mit Neuem verbindet, es entsteht etwas Neues, eine neue Form -> Entwicklungsmöglichkeiten, Veränderung
Brekzie = weiß um Verletzung und Heilung, eine neue Schönheit durch Neues in der Verbindung, es wird wieder "rund", Unscheinbares wird sichtbar -> gemachte Erfahrungen werden in neuem Zusammenhang bewertet, wieder Ruhe
die unterschiedlichen Mineralien nun zusammen = neue Wechselwirkungen -> neue Handlungs-Möglichkeiten
die neue Optik = es ist vieles möglich, andere Schönheit als vorher -> Lebendigkeit, Leben

Bin neugierig, was Euch noch dazu einfällt...

Liebe Grüße
Thuja
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little Rock
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Re: Brekzie

Beitrag von little Rock »

Ich denke auch an Schicksalsfügung. Etwas bricht auseinander und wird wieder zusammengefügt, freiwillig oder unfreiwillig.
FG
little Rock
Pruppi
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Re: Brekzie

Beitrag von Pruppi »

Ich finde gerade beim Brekzienjaspis die Entstehung des Steins unglaublich spannend, weil sich daraus eine schöne symbolische Bedeutung ableiten lässt.
Die einzelnen Bruchstücke wurden später wieder miteinander verbunden. Das Faszinierende daran ist, dass die Bruchstellen nicht verschwinden. Man kann sie weiterhin sehen – und trotzdem ist daraus wieder ein zusammenhängendes und stabiles Gestein entstanden.

Wenn man das einmal aus Sicht der Steinheilkunde betrachtet, finde ich darin ein schönes Bild für das Leben.

Manchmal zerbricht etwas in unserem Leben. Eine Beziehung, eine Lebenssituation, eine Vorstellung von uns selbst oder etwas, von dem wir dachten, dass es für immer Bestand haben würde. Und manchmal besteht Heilung eben nicht darin, alles wieder so zu machen, wie es vorher war.

Vielleicht geht es vielmehr darum, die einzelnen „Bruchstücke“ anzunehmen und sie neu miteinander zu verbinden.
Und mit unter entsteht daraus sogar etwas schöneres, als vor dem Bruch.
Genau das empfinde ich als die besondere Botschaft des Brekzienjaspis: Die Bruchstellen dürfen sichtbar bleiben. Sie gehören zu unserer Geschichte und machen uns nicht weniger wertvoll oder ganz.

Der Jaspis wird ja in der Steinheilkunde traditionell mit Erdung, Stabilität und Halt in Verbindung gebracht. Das verbindende Quarz- oder Chalcedonmaterial lässt sich zusätzlich als Symbol für Klarheit, Verbindung und Neuordnung betrachten.

Für mich steht der Brekzienjaspis deshalb weniger für ein „Heilwerden“ im Sinne von „alles ist wieder wie vorher“, sondern eher dafür, dass etwas Neues entstehen darf und man trotzdem Ganz sein kann. Durch neue Verbindungen entsteht vielleicht auch eine ganz neue Stabilität.

Fazit: Jeder von uns ist ein Brekzienjaspis. 😊
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ebel
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Re: Brekzie

Beitrag von ebel »

Danke!
Eure Gedanken und Assoziationen sind wunderbar. Sie decken sich mit meinen Gedanken zur Brekzie. So gesehen sind Brekzien auch ideale Steine für Meditation oder um in einem heilsamen Mandala einzubauen. In der Heilsteinkunde sind sie somit vielfältig einsetzbar.

Wenn ich die Wirkung von Jaspis und dem "Kitt" Chalcedon oder Quarz in Kombination sehe und der Einsatz nach einer traumatischen Lebenssituation stattfindet, passt der Stein "wie die Faust aufs Auge".

Ich war heute an der Saalach ud habe gezielt nach Brekzien ausschau gehalten.
Bild
nass, Herkunft Berchtesgadener Alpen

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gleiche Herkunft, trocken und anpoliert;
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Bei dieser recht häufigen Brekzie (rosa Dolomitberkzie) hatte ich diese Gedanken ...
Kalkgesteine, Dolomit haben einen Bezug zu den Knochen, vor allem bei dieser Farbe.
gebrochene Knochen bei der Heilung unterstützen, Kallusbildung fördern, entzündliche Prozesse vermindern.
Eisenhaltiger Kitt, Bild erinnert an Adern.
Bei besonderen Knochenbrüchen, z.B. im Fersenbein oder in den Gelenkköpfen, kann es zu Knochenödemen mit Durchblutungs- und Heillungsstörungen kommen, der Knochen stirbt ab (Nekrose). Hier sehe ich für diesen Stein ein somatisches Einsatzgebiet.
Die Vielfalt der Brekzien steht für eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten.
Gruß
ebel
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Pruppi
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Re: Brekzie

Beitrag von Pruppi »

Klasse Assoziation, ebel. Passt perfekt.
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little Rock
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Re: Brekzie

Beitrag von little Rock »

Ich finde die Beschreibung passt genau auf das Foto mit der anpolierten Breckzie.
Ich habe beim betrachten des Fotos eine starke Vorstellung von den Kräften die da einwirken gespürt.
FG
little Rock
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ebel
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Re: Brekzie

Beitrag von ebel »

Bei den kleinen Kieselsteinchen war die "graue Maus" zu finden.
Ich beschloss, den Stein in seiner Form zu belassen, zu polieren und als Anhänger zu bohren.

Bild

Die Graue Maus ist selbst geheilte BRekzie. Grau in Grau. Viele kleine Verletzungen, viele kaum sichtbare selbstheilungen. Grau bleibt grau.
Dann so eine große traumatische Verletzung, Zerstörung. Und Heilung von außen.
Die Narben sind sichtbar, rot, und machen die Graue Maus einzigartig. Unter den Brekzien bleibt sie die Graue Maus, als Wettersteinkalk hat sie Charme und Individualität.
Gruß
ebel
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Thuja
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Re: Brekzie

Beitrag von Thuja »

Ein faszinierender Stein mit diesen Roten "Narben"...

Liebe Grüße
Thuja
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